Rolls royce silver cloud

Rolls Royce Silver Cloud 1958 verfallen - Jay Lenos Garage

Silver Cloud (Silver Cloud) war das Hauptmodell von Rolls Royce von April 1955 bis März 1966. Das Auto ersetzte die Silver Dawn. Obwohl in der Mitte der 50er Jahre viele Hersteller anfingen, Tragekörper in großem Umfang zu verwenden, zeigten die Ingenieure von Rolls-Royce Konservatismus und entschieden sich, die Rahmenstruktur für die Produktion dieses klassischen Automobils zu verwenden. Ein völlig neues Karosseriedesign fiel sofort durch seine Harmonie und seine elegante Linienführung auf. Die Presse hielt sich nicht an Lob und nannte die Silver Cloud "das schönste Auto, das jemals gebaut wurde." Er wurde zur Grundlage für den Stil der Nachkriegs-Rolls-Royce-Modelle und zu einem Klassiker der Marke. Der Hauptdesigner von Silver Cloud war John P. Blatchley (J.P. Blatchley). Für das Modell entwickelte sich eine völlig neue Karosserie aus Stahlblech. Elegante glatte Außenlinien unterstreichen die zweifarbige Farbe. Die Kapuze wurde mit der berühmten Markenfigur "Flying Lady" verziert. Das Auto hatte eine Länge von 5,38 m, eine Breite von 1,9 m und ein Gewicht von 1,95 Tonnen.

Der Sechszylindermotor mit einem Volumen von 4,887 cm³ wurde von der Silver Dawn geerbt. Natürlich hat er sich modernisiert - er hatte einen Aluminium-Zylinderkopf und einen Doppelvergaser. Es wurden zwei Getriebemöglichkeiten angeboten: ein Handschaltgetriebe mit Viergang-Synchronisation und ein Viergang-Automatikgetriebe von Rolls Royce Hydromantic. Nach anderthalb Jahren wurde beschlossen, die manuelle Box ganz zu verlassen. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km / h. Erwähnenswert sind auch die Trommelbremsen an allen Rädern mit mechanischem Verstärker im Antrieb und die abhängige Aufhängung der Hinterräder.

Im Inneren wurde jedes Detail entworfen, um die Atmosphäre von Luxus und Komfort hervorzuheben. Der Salon war traditionell mit echtem Leder und den wertvollsten Holzarten ausgestattet: Walnuss, Mahagoni und Palisander. Besondere Aufmerksamkeit galt auch Kleinigkeiten wie einer klappbaren Mittelarmlehne, Schiebetischen, Aschenbechern und Spiegeln. Im Jahr 1956 erhielt das Auto Servolenkung, Klimaanlage und einen verlängerten Radstand. In vier Jahren wurde 2238 Silver Cloud gebaut.

Im Oktober 1959 erschien komfortableres Auto der zweiten Generation - die Silver Cloud II. Im Vergleich zum Vorgänger unterscheidet sich das Auto von der verbesserten Motorleistung. Das Modell erhielt einen Achtzylindermotor mit einem Volumen von 6230 cm³ und einer Leistung von 185 PS. Als Standard wurde ein Automatikgetriebe angeboten. Das Fahrzeuggewicht stieg auf 2019 kg. Trotz des Auftretens von Scheibenbremsen bei teuren Autos bevorzugten die Rolls-Royce-Experten immer noch Trommeltrommeln, die aus Gründen der Sicherheit eine komplexe Struktur hatten und mit einem einzigartigen hydromechanischen Servoverstärker ausgestattet waren. Silver Cloud II erschien übrigens in einer Bond-Serie - "View on the Kill" / Ein Blick auf einen Kill. In den USA hatte das Auto einen wirklich erstaunlichen Erfolg. Werbung für dieses Modell wurde von David Ogilvy selbst gemacht. Der berühmte Werbeslogan: „Mit 60 Meilen pro Stunde kommt der lauteste Lärm im neuen Rolls-Royce von elektrischen Uhren.“ Der Umsatz der Marke stieg um 50%.

1962 sah die Welt die Silver Cloud III, die ein neu gestaltetes Außendesign mit einer unteren Karosserielinie und zwei Scheinwerfern erhielt. Die modernisierte, elegante und perfekt proportionierte Optik dieses Wagens machte es unmittelbar nach dem Auftritt erfolgreich. Es sollte beachtet werden, dass drei Versionen der Karosserie auf demselben Rahmen montiert waren: eine Limousine, ein Coupé und eine Limousine. Es wurden auch Modelle mit verlängertem Radstand und geräumigerem Innenraum herausgebracht. Die traditionelle viertürige Version unterschied sich nicht wesentlich von ihren Vorgängern, der Silver Cloud I / II - den gleichen glatt fließenden Körperlinien und stilvollen Pseudo-Flügeln, die auf abgerundeten Bochin gestanzt sind. Die zweitürige Silver Cloud (Cabrio und Coupé) erhielt jedoch zwei schräge Scheinwerfer, die den ironischen Spitznamen "Chinese Eye" erhielten. Das Heck war mit geraden Kielen gekrönt, völlig uncharakteristisch für diese britische Marke, mit „Dimensionen“ darin. Technisch waren beide Versionen nahezu identisch.

Innen war jedes Detail ein Luxus: ein breites Ledersofa mit Schwan-Daunen, das jede Krümmung des Körpers wiederholt, eine schallisolierte Trennwand aus elektrischem Glas, die dem Passagier vollen Komfort und Privatsphäre bietet. Die Motorleistung wurde auf 200 PS erhöht, die Höchstgeschwindigkeit auf 188 km / h erhöht. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch, an den die reichen Besitzer nicht gedacht hatten, betrug mehr als 23 l / 100 km. Das Auto war mit einem Automatikgetriebe ausgestattet. Hinterradbremsen kombiniert mit hydraulischem und mechanischem Antrieb. Die Vorderradaufhängung verfügt über ungleich lange Hebel und Schraubenfedern mit halbelliptischen hinteren elektrischen Stoßdämpfern, sodass das Fahrzeug unterwegs sehr geschmeidig ist. Es ist bemerkenswert, dass die dritte Generation von Silver Cloud dank des Films Charlie Bubbles auf den Kinoleinwänden zu sehen war, in dem das Auto so konzipiert wurde, dass es die Klassenungleichheit betont.

Das Modell erfreute sich einer wohlverdienten Beliebtheit, so dass der Rolls Royce Silver Cloud I (mit offenem Körper in Rot und Weiß) von 1956 ein Hochzeitsgeschenk von Rainier III Grimaldi und Grace Kelly von Aristoteles Onassis war. Die schneeweiße Silver Cloud von 1960 befand sich in der Garage von George Harrison. Silver Cloud wurde in drei Serien von 1955 bis 1966 in Höhe von 7868 Exemplaren produziert. Im Jahr 1966 ersetzte es das Modell Silver Shadow.

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